Schnarchen

Leiden Sie unter Müdigkeit am Tag?
Sind Sie nervös?
Können Sie sich nicht konzentrieren?
Haben Sie Kreislaufbeschwerden oder Bluthochdruck?


Dann könnte es sein, dass Sie – wie Millionen anderer Menschen – schnarchen! 
 
Schnarchen gilt als weit verbreitetes Problem. Es ist jedoch keine Krankheit, sondern ein akustisches Phänomen, das die Lautstärke eines vorbeifahrenden LKWs erreichen kann. 
 
Dabei ist Schnarchen aber nicht gleich Schnarchen. Zu unterscheiden ist zwischen dem einfachen und dem gefährlichen Schnarchen: 
 
Das einfache Schnarchen entsteht durch eine Erschlaffung der Muskulatur im Bereich des Rachenraums sowie des weichen Gaumens. Durch eine anatomische oder funktionelle Enge kommt es zu einem Atemwiderstand und zur Vibration der Weichteile im Rachen, das „Schnarchgeräusch“ ist die Folge. 
 
Gefährliches Schnarchen (obstruktives Schlafapnoe-Syndrom) bedeutet, dass beim Schlafen Atempausen auftreten. Diese bewirken eine vom Betroffenen selten bemerkte Weckreaktion, welche die Atmung wieder eintreten lässt. Die gesamte Schlafstruktur ist damit so gestört, dass ein erholsamer Tiefschlaf kaum noch erreicht werden kann. Akute Tagesmüdigkeit ist die Folge.

Zu den Faktoren, die das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom begünstigen, zählen u. a.:

  • Nasenatmungsbehinderung
  • Vergrößerung der Rachen-, Gaumenmandeln (Adenoide, Tonsillen)
  • Zäpfchen- und Gaumenvergrößerung
  • Zungengrundvergrößerung
  • Kehldeckelveränderung
  • Alkohol
  • Bestimmte Medikamente
  • Übergewicht  / BMI (Berechnung des body mass index)

Diagnose

Bei dem so genannten Schlafapnoe-Screening wird Ihre Atemfrequenz, die Dauer sowie Häufigkeit von Atempausen, die Intensität der Schnarchgeräusche, die Sauerstoffsättigung im Blut sowie Herzfrequenz und Körperlage im Schlaf analysiert. 

Nach gründlicher Auswertung ist es in den meisten Fällen durch kleine Maßnahmen möglich, eine deutliche Besserung bis hin zur Beschwerdefreiheit zu erreichen. Bei dringendem Verdacht auf sehr häufig auftretende nächtliche Atempausen wird eine Untersuchung im Schlaflabor in die Wege geleitet und danach gemeinsam über die Therapieoptionen entschieden.

Therapie des einfachen Schnarchens:

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad. 
Mögliche Therapieansätze sind:

  • Körpergewichtsreduktion
  • Verbesserung der Schlafhygiene
  • Veränderung der Schlafposition (Rückenlage vermeiden)
  • Anpassung einer Zahnschiene durch Zahnarzt oder Kieferorthopäden

Falls ein operativer Eingriff erforderlich ist, stehen uns moderne Methoden zur Verfügung. Eine sorgfältige Abklärung zur Festlegung der Operationsmethode ist eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg. 

Die Eingriffe sind in der Regel schmerzfrei und können auch unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Nebenwirkungen treten normalerweise nicht auf.

Möglichkeiten sind im Rahmen einer Multi-Level-Behandlung:

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